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Titelaufnahme

Titel
Berufswahlprozesse junger Frauen : Lebenskonstruktionen weiblicher Lehrlinge im Kontext gesellschaftlicher Wandlungsprozesse / Merlene Lentner
Weitere Titel
Young women's process of vocational choices
VerfasserLentner, Marlene
Begutachter / BegutachterinZiegler, Meinrad ; Bacher, Johann
ErschienenLinz, Februar 2016
Umfang284 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Univ., Dissertation, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Quelle der Aufnahme
http://www.ibe.co.at/team/marlene-lentner.html
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Berufswahl / Lebenskonstruktionen / junge Frauen / Lehrlinge / Struktur-Handlungsansatz / Bourdieu / Berufsorientierung / Habitus
Schlagwörter (EN)vocational choices / occupational choices / Young women / Bourdieu / apprentices / Habitus / Bourdieu
Schlagwörter (GND)Sozialer Wandel / Junge Frau / Lehrling / Beruf / Berufswahl / Lebensplan
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-8585 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist gemäß den "Hinweisen für BenützerInnen" verfügbar
Dateien
Berufswahlprozesse junger Frauen [4.82 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der anhaltenden Fixierung weiblicher Lehrlinge auf geschlechterstereotype Lehrberufe. Auf theoretischer Ebene wurde dafür ein praxeologischer Struktur- und Handlungsansatz im Sinne Bourdieus (ergänzt durch Budes Konzept der Lebenskonstruktionen 1987) herangezogen. Im Mittelpunkt eines solchen Forschungsansatzes stehen die sozialen Praxen und deren zugrundeliegenden Logiken. Methodisch kam ein zweigliedriges empirisches Forschungsdesign zum Einsatz. Die Feldanalyse, in Form einer umfangreichen Literatur- und Sekundärdatenanalyse sowie einer quantitativen standardisierten Lehrlingsbefragung, bietet zunächst einen fundierten Überblick über das Feld "Duale Berufsausbildung" und das Phänomen Bildungs- und Berufswahlentscheidungen aus einer Genderperspektive. Das Herzstück der empirischen Arbeit bildet die qualitative Erhebung und Analyse, welche eine lebensweltlich-orientierte, ganzheitliche Sichtweise liefert und insofern das notwendige Tiefenwissen, um die habituellen Strukturen von jungen Frauen aus ländlicher Herkunft rekonstruieren zu können. Der Fokus auf die Lebenswelten der jungen Frauen hat auch zur Folge, dass die stark arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Sichtweisen in den Hintergrund rücken und stattdessen die Logiken der Erzeugungsweisen eines individuellen Lebens als Erklärungsgrundlage in den Vordergrund treten. Eine abschließende Verknüpfung beider Forschungsstränge mündet schließlich in einer umfassenden Synthese, welche eine theoretische Erweiterung mit Bezug auf das Phänomen genderstereotype Berufswahl erlaubt. Die Berufswahl von jungen Frauen wird dabei als zweistufiger komplexer Prozess gefasst.

Zusammenfassung (Englisch)

This dissertation deals with the perseverative phenomenon of gender-stereotype vocational choices within female apprentices. The theoretical basis was built on a structural-action-approach as defined by Pierre Bourdieu supplemented by the concept of Lebenskonstruktionen by Heinz Bude (1987). The research interest focuses therefore on social praxis and the specific logic behind these. The empirical research design included an analysis of the field "Duale Berufsausbildung" (apprenticeship in Austria) and a qualitative analysis, which provided the necessary information for the reconstruction of the habitus of young women with a rural background. The empirical analysis concluded in a synthesis, in which the vocational choice of women was descripted as a complex two-stage process.