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Titelaufnahme

Titel
Erbunwürdigkeitsgründe im ErbRÄG 2015 / eingereicht von Marlene Bouzek
VerfasserBouzek, Marlene
Begutachter / BegutachterinHolzner, Christian
ErschienenLinz, 2017
Umfang35 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Univ., Diplomarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Erbrecht / Erbunwürdigkeit
Schlagwörter (EN)inheritance law
Schlagwörter (GND)Österreich / Erbrecht / Erbunwürdigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-14202 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Erbunwürdigkeitsgründe im ErbRÄG 2015 [0.45 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Erbrecht vor dem ErbRÄG 2015, der größten Reform seit der Erlassung des ABGB, entsprach weitestgehend der Urfassung des ABGB. In den letzten 200 Jahren wurde dieser Rechtsbereich von Rechtsprechung und Lehre weiterentwickelt und angepasst. Die damit verbundene Fortentwicklung des geltenden Rechts soll durch die Reform kodifiziert werden. Punktuelle Änderungen erfolgten durch die 3. Teilnovelle 1916, das ErbRÄG 1989, das FamErbRÄG 2004 und das neue Außerstreitgesetz. Die vorliegende Arbeit befasst sich den Erbunwürdigkeitsgründen gem §§ 539 ABGB nF. Diese werden in absolute und relative Erbunwürdigkeitsgründe unterteilt. Die relativen Erbunwürdigkeitsgründe gem §541 ABGB nF nehmen eine Mittelstellung zwischen den absoluten Erbunwürdigkeitsgründen gem §§539 f ABGB nF und den Enterbungsgründen nach §770 ABGB nF ein. Die absoluten Erbunwürdigkeitsgründe führen, unabhängig von der Möglichkeit des Verstorbenen, eine Enterbung vorzunehmen, bei Setzung eines tatbestandsmäßigen Verhaltens ex-lege zum Verlust des gesetzlichen Erbrechts, des Pflichtteils und des Vermächtnisses. Die relativen Erbunwürdigkeitsgründe führen gem §541 ABGB nF nur dann zur Erbunwürdigkeit, wenn der Verstorbene aufgrund seiner Testierunfähigkeit, aus Unkenntnis oder aus sonstigen Gründen nicht in der Lage war, eine Enterbung vorzunehmen.