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Titelaufnahme

Titel
Die Unzurechnungsfähigkeit als Voraussetzung für § 21 Abs 1 StGB: medizinisch-juristisches Spannungsfeld / eingereicht von Daniela Höttl
VerfasserHöttl, Daniela
Begutachter / BegutachterinBirklbauer, Alois
ErschienenLinz, 2017
Umfang33 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Univ., Diplomarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Strafverfahren / Schuldunfähigkeit / Gutachten
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-14751 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Die Unzurechnungsfähigkeit als Voraussetzung für § 21 Abs 1 StGB: medizinisch-juristisches Spannungsfeld [0.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die (Un-)Zurechnungsfähigkeit und die damit zusammenhängende Thematik der Sachverständigengutachten polarisiert in den letzten Jahren scheinbar die Medien und in Folge dessen auch die Gesellschaft. Es gibt immer wieder Vorfälle, die durch die Medien bekannt werden - in den meisten Fällen handelt es sich um Strafprozesse - bei denen die Zurechnungsfähigkeit des Täters in Frage steht. In diesem Zusammenhang wird oft noch darauf verwiesen, „die Zurechnungsfähigkeit des Beschuldigten wird durch ein SV-Gutachten beurteilt“. Dieser scheinbar einfache Satz bildet den Ausgangspunkt dieser Arbeit. Wie bereits im Titel der Arbeit unschwer zu erkennen ist, bildet die Zurechnungsfähigkeit mit diversen anderen Punkten die Voraussetzung für §21Abs 1 StGB, der die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher regelt. Es ist für Laien oft auch schwer verständlich, wie es dazu kommt, dass ein Täter für „unzurechnungsfähig erklärt“ und damit für seine Tat nicht „bestraft“ wird. Die Frage der (Un-)Zurechnungsfähigkeit beinhaltet sowohl juristische als auch medizinische Aspekte. Die Beurteilung im Strafverfahren ist als Rechtsfrage konzipiert, jedoch fehlt einem Richter idR das notwendige Fachwissen, um diese Frage ohne Weiteres beantworten zu können. Zur korrekten Beurteilung bedarf es daher eines fundierten forensisch-psychiatrischen Fachwissens, weshalb das Gericht sich in Form eines Gutachtens eines Sachverständigen einer geeigneten Hilfestellung bedient. Dennoch muss stets der Richter beurteilen, ob nun der jeweilige Täter diese Voraussetzung zum Tatzeitpunkt erfüllt oder nicht.