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Titelaufnahme

Titel
Erbschaftsfundraising in Nonprofit-Organisationen : Beweggründe für eine Hinterlassenschaft von Testamentsspendern / eingereicht von Julia Kühhas
VerfasserKühhas, Julia
Begutachter / BegutachterinStötzer, Sandra
ErschienenLinz, 2017
UmfangVII, 69, 30 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Nonprofit-Organisation / Spendensammlung / Erbschaft
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-15144 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist gemäß den "Hinweisen für BenützerInnen" verfügbar
Dateien
Erbschaftsfundraising in Nonprofit-Organisationen [3.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Bedeutung von Legaten und Testamentsspenden in den vergangenen Jahren angestiegen ist. Grundsätzlich kann ein Legat aus einem bestimmten Geldbetrag oder einem Gegenstand bestehen. Testamentsspenden können hingegen aus dem gesamten Vermögen oder aus einer bestimmten Quote bestehen. Diese Form der Spendeneinnahmen ist zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für Nonprofit-Organisationen geworden. In diesem Sinne ist ein wesentliches Ziel von Testamentsspenden und Legaten die Überlebenssicherung von Organisationen durch hohe Einnahmebeträge zu gewährleisten. Besonders durch den demografischen Wandel und die rückläufige Geburtenrate hat sich die Spendenbereitschaft der Bevölkerung erheblich verändert. Darüber hinaus konnten einige Menschen durch die günstige wirtschaftliche Lage nach dem 2. Weltkrieg einiges an Vermögen ansammeln. Anhand der Bevölkerung lässt sich eine zunehmende Tendenz in Richtung Legate und Testamentsspenden erkennen, da viele Menschen nach ihrem Ableben noch etwas Gutes tun möchten. Anhand des theoretischen und des empirischen Teils der Diplomarbeit konnten einige Entscheidungskriterien für eine Hinterlassenschaft an Nonprofit-Organisationen vermerkt werden. Zum Teil spiegeln sich die Antworten aus den Interviews mit jenen, die aufgrund der Literaturanalyse herausgefunden wurden. Die vorrangigen Entscheidungskriterien für eine Hinterlassenschaft bilden somit der persönliche Bezug bzw. die persönliche Betroffenheit und etwas Gutes tun zu können, nach dem Ableben. Des Weiteren handelt es sich größtenteils um kinderlos oder alleinstehend Spender, die keine nahen Verwandten haben denen sie ihr Vermögen hinterlassen können. Um zu vermeiden, dass der Staat das Vermögen bekommt, entscheiden sich manche Spender einer Nonprofit-Organisation etwas zu hinterlassen. Auch der Bekanntheitsgrad einer Organisation in Kombination mit dem Tätigkeitsbereich spielt eine wesentliche Rolle für eine Hinterlassenschaft an eine NPO. Besonders für Erblasser, die vor der Hinterlassenschaft keinen Kontakt zu der Organisation hatten, sind der Bekanntheitsgrad und das Aufgabenfeld einer Organisation wesentlich. Vorrangig sind es Organisationen, die sich für Kinder, Tiere oder dem Gesundheitsbereich bzw. sozialen Bereich einsetzen, die für eine Hinterlassenschaft bevorzugt werden. Bei der Gewinnung von potentiellen Spendern bzw. Testamentsspender gibt es unterschiedliche Fundraising-Methoden, die dafür eingesetzt werden. Diese wären der Postvertrieb durch Aussendung von Informationsmaterial und Spenderzeitschriften, der Telefonvertrieb, das persönliche Gespräch, sowie das Online-Fundraising. Gegenwärtig gibt es jedoch noch einige Problemfelder bzw. Hürden, die die Bevölkerung davon abhalten, eine Testamentsspende oder ein Legat an eine NPO zu hinterlassen. Erblasser stellen sich oft die Frage, wie viel tatsächlich von ihrer Spende in Projekte fließen und wie viel davon in den Verwaltungsaufwand. Aus diesem Grunde versuchen immer mehr Organisationen ausreichend transparent zu sein, damit die Spender sehen können, wie die Spenden im Detail aufgeteilt werden. Des Weiteren bietet auch das Spendengütesiegel eine gewisse Sicherheit für die Spender. Ein zweiter Punkt, der Spender noch abhält eine Spende zu tätigen, ist die Unwissenheit über die Möglichkeit einer Testamentsspende oder eines Legates an einer Organisation, sowie die rechtlichen Formvorschriften hinsichtlich eines Testamentes. Aus diesem Grunde sollten die Organisationen das Thema Erbschaftsfundraising noch intensiver bewerben und mehr Informationsveranstaltungen organisieren, in denen die potentiellen Interessenten alle Details hinsichtlich einer Hinterlassenschaft an eine NPO erhalten. Abschließend ist noch zu sagen, dass Österreich im Bereich Erbschaftsfundraising schon auf einen guten Weg ist, aber es bedarf dennoch an Verbesserungen und Maßnahmen. Speziell im Bereich der Aufklärungsarbeit über das Thema Erbschaftsfundraising ist noch einiges an Arbeit nötig.