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Titelaufnahme

Titel
Autonomie in der Arbeit / eingereicht von Dipl.-Ing. Dr.techn. Thomas Schmid
VerfasserSchmid, Thomas
Begutachter / BegutachterinBatinic, Bernad
ErschienenLinz, 2017
UmfangVII, 58, 7 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Autonomie / Arbeit / Wohlbefinden / Ambiguität
Schlagwörter (EN)autonomy / work / well-being / ambiguity
Schlagwörter (GND)Arbeitswelt / Arbeitspsychologie / Autonomie / Wohlbefinden
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-15350 Persistent Identifier (URN)
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Autonomie in der Arbeit [1.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In vorliegender Arbeit sollen die Auswirkungen zunehmender Autonomie der ArbeitnehmerInnen, wie aktuell an der steigenden Flexibilisierung des Arbeitslebens beobachtbar, untersucht werden. Hauptaugenmerk wird auf die Effekte verschieden hoher Autonomie auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz, das allgemeine Wohlbefinden der Personen sowie ihre Kündigungsabsicht gelegt. Des Weiteren wird die Beziehung der Autonomie zur Ambiguität, also der Unsicherheit über die eigene Rolle im Arbeitskontext, thematisiert, da es denkbar erscheint, dass große Autonomie durch den Wegfall fester Vorgaben zum Empfinden von Ambiguität führt. Im Rahmen der Untersuchung wurde eine 234 TeilnehmerInnen umfassende Umfrage durchgeführt, in der unter anderem die tatsächlich verfügbare Autonomie der Person am Arbeitsplatz, sowie ihre gewünschte Autonomie als Abweichung der momentan verfügbaren zur hypothetisch als ideal betrachteten Autonomie erhoben wurde. Aus den erfassten Daten konnte der Zusammenhang abgeleitet werden, dass der Wunsch nach mehr Autonomie stetig sinkt je mehr Autonomie am Arbeitsplatz bereits vorhanden ist. Entgegen weitverbreiteter Meinung, die vom Wunsch nach maximaler Autonomie ausgeht, reicht dieser Trend sogar bis hin zum Wunsch nach weniger Autonomie. Es zeigte sich des Weiteren, dass zu wenig Autonomie im Zusammenhang mit niedrigerem Wohlbefinden am Arbeitsplatz, allgemeinem Wohlbefinden und einer höheren Kündigungsabsicht steht. Es fanden sich zudem Hinweise auf ähnliche negative Auswirkungen für den Fall von zu viel Autonomie, allerdings konnte dieser Fund wegen nicht genügend entsprechender Daten statistisch nicht abgesichert werden.

Die höchste berichtete Ambiguität fand sich interessanterweise bei mittlerer Autonomie, während niedrige und hohe Autonomie zu weniger Ambiguität führten. Die erhobenen Daten bestätigen die Vermutung, dass die Verfügbarkeit von für die Arbeit relevanten Informationen die empfundene Ambiguität beeinflusst, jedoch konnte kein Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von Informationen und dem Ausmaß an Autonomie gefunden werden. Es wurde zudem die negative Auswirkung von Ambiguität auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz bestätigt, für das allgemeine Wohlbefinden und die Kündigungsabsicht fehlte hingegen die statistische Signifikanz. Insgesamt konnte mit der durchgeführten Studie die hohe Relevanz der Autonomie am Arbeitsplatz unterstrichen werden. Insbesondere die Hinweise darauf, dass auch ein Zuviel an Autonomie existiert, werden angesichts der aktuellen Tendenz der zunehmenden Flexibilisierung der Arbeit als hochinteressant betrachtet. Das Konstrukt der gewünschten Autonomie stellte sich dabei als gleichermaßen simples wie effektives Mittel zur Einschätzung von Arbeitsengagement, Wohlbefinden und in gewissen Grenzen sogar der Kündigungsabsicht dar.

Zusammenfassung (Englisch)

The current trend towards increased flexibility of work typically results in growing employee's autonomy. The aim of the present study is therefore to investigate the impact of autonomy with respect to job-related wellbeing, general wellbeing as well as the tendency to terminate one's employment. Furthermore, the correlation between autonomy and ambiguity, conceived as uncertainty about one's role at work, is studied since it appears possible that high autonomy leads to increased ambiguity due to a lack of clear guidance. To that end, a survey including 234 participants was conducted. Among other items, the actual autonomy of the person was collected as well as the desired autonomy, expressed as the deviation of the actual autonomy to a hypothetic ideal state. Evaluation of the collected data clearly shows that the more autonomy an employee currently holds the lower his/her desire for more autonomy will be. Eventually, in the case of very high autonomy participants even expressed the desire for lower autonomy, thus contradicting the widespread view assuming that maximum autonomy is preferred. Too low autonomy was shown to be correlated with reduced wellbeing at work and general wellbeing as well as an increased tendency to quit one's job. Similar effects could be observed also when autonomy was too high, however, due to a lack of respective data no statistical significance was given here.

Interestingly, highest ambiguity extents were reported in the case of medium autonomy, whereas low or high autonomy were connected with lower ambiguity. The collected data supports the presumption that availability of relevant job-related information lowers preceived ambiguity. However, no correlation between availability of information and existing autonomy was found. The negative impact of ambiguity on wellbeing at work was confirmed by the study, whereas for general wellbeing and intention of quitting statistical significance was missing. Overall, the conducted study underlines the high relevance of job-related autonomy. In particular, the indication that not only too little but also too much autonomy can result in negative consequences are considered highly important, especially in the light of increasing flexibility of work. The construct of desired autonomy turned out equally simple and effective in estimating an employee's work engagement, wellbeing and to a certain extent even his/her tendency to resign from the job.