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Titelaufnahme

Titel
Schwangerschaft und Diskriminierung im Arbeitsleben / eingereicht von Bianca Scherb
VerfasserScherb, Bianca
Begutachter / BegutachterinUlrich, Silvia
ErschienenLinz, 2017
Umfang58 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Schwangerschaft / Diskriminierung / Arbeit / GlBG
Schlagwörter (GND)Österreich / Arbeitswelt / Schwangerschaft / Diskriminierung / Gleichbehandlung / Rechtsprechung
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-16900 Persistent Identifier (URN)
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Schwangerschaft und Diskriminierung im Arbeitsleben [0.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Eine Schwangerschaft stellt im Arbeitsleben oftmals auch heute noch ein Problem dar - sowohl für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen als auch für Arbeitnehmerinnen. Die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen fürchten sich vor finanziellen Belastungen durch eine schwangere Arbeitnehmerin und fühlen sich hintergangen, wenn eine erst kürzlich eingestellte Arbeitnehmerin ihre Schwangerschaft bekannt gibt. Die Arbeitnehmerinnen sorgen sich hingegen, infolge ihrer Schwangerschaft aus ihrem Arbeitsverhältnis gedrängt zu werden. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden zahlreiche Rechtsgrundlagen geschaffen, die Benachteiligungen von Arbeitnehmerinnen aufgrund von Schwangerschaft verhindern wollen und sanktionieren. Der erste Teil der Arbeit soll einen Überblick über die wichtigsten Normen, die in diesem Bereich auf Ebene des Völkerrechts, des Unionsrechts sowie auf Ebene des nationalen österreichischen Rechts bestehen, geben.

Im zweiten Teil der Arbeit soll die Entwicklung der Rsp des EuGH in Bezug auf schwangerschaftsbedingte Diskriminierung skizziert werden. Ausgangspunkt dabei ist die Entscheidung in der Rs Dekker, in der der EuGH im Jahr 1990 erstmals feststellte, dass die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses wegen Schwangerschaft eine unmittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts darstellt. In jüngster Vergangenheit hatte sich der EuGH vermehrt mit Problemen auseinanderzusetzen, die im Zuge der Inanspruchnahme moderner Fortpflanzungsmedizin entstehen. Auch das wird thematisiert. Einen weiteren Schwerpunkt in dieser Arbeit bildet die aktuelle Judikatur des OGH zum Gleichbehandlungsgesetz (GlBG). Besonderes Augenmerk wird in diesem Zusammenhang auf Anforderungen bei der Glaubhaftmachung einer Diskriminierung und auf die Bemessung des Schadenersatzes durch die Gerichte gelegt. Einer genaueren Analyse bedarf zudem die Frage, ob immaterieller Schadenersatz bei einer Beendigungsdiskriminierung auch im Falle der Anfechtung der Beendigungserklärung gebührt.