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Bibliographic Metadata

Title
Das Jugendstrafrecht von Japan, Tschechien, Spanien und Slowenien im Vergleich mit Österreich / eingereicht von Christina Farthofer
AuthorFarthofer, Christina
CensorBirklbauer, Alois
PublishedLinz, 2017
Description44 Blätter
Institutional NoteUniversität Linz, Diplomarbeit, 2017
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-17012 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
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Das Jugendstrafrecht von Japan, Tschechien, Spanien und Slowenien im Vergleich mit Österreich [0.64 mb]
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Abstract (German)

In Japan, Tschechien und Spanien verlor die Bevölkerung aufgrund der zunehmenden Medienberichterstattung über steigende Jugendkriminalitätszahlen das Vertrauen in das bestehende Rechtssystem. Dies hatte zur Folge, dass die Öffentlichkeit sich gegen die Verhängung von erzieherischen Maßnahmen aussprach und verschärfte Sanktionen befürwortete. Die darauffolgende Reaktion war in diesen drei Staaten dieselbe. Es wurde versucht, rasche und effiziente Lösungen zu erarbeiten, um das Vertrauen der Bevölkerung in die geltende Rechtslage zu stärken und eine abschreckendere Wirkung auf jugendliche Delinquenten zu erzielen. Die eilends durchgeführten Reformdebatten verhinderten eine sorgfältige Bearbeitung und Begutachtung der Gesetzesentwürfe. Der von den USA überlieferte „Getting tough“- Ansatz beeinflusste die gesetzlichen Vorschriften in der Weise, dass sie anstelle von informellen Maßnahmen punitive Strafen vorsehen. Die Ausnahme bildet der Staat Slowenien, da kein signifikanter Anstieg der Jugendkriminalität in den Kriminalstatistiken verzeichnet wurde. Die in den letzten Jahren durchgeführten Neuregelungen betrafen vor allem die Angleichung der Rechtsvorschriften an die internationalrechtlichen Standards und die Einführung alternativer Reaktionsformen. In Österreich herrscht nach wie vor der Grundsatz, dass härtere Maßnahmen gegen Jugendliche deren Resozialisierung weder fördert noch der Schadenswiedergutmachung dient. In jüngster Zeit berichten auch österreichische Medien über steigende Kriminalitätsraten, die aber aktuelle Polizeistatistiken widerlegen können. Positiv anzumerken ist, dass alle vier Staaten ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich den Jugendlichen durch die Verhängung von erzieherischen und spezialpräventiven Maßnahmen von der stigmatisierenden und eingriffsintensiven Wirkung des Strafrechts zu schützen.