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Titelaufnahme

Titel
Die Sphärentheorie im Bauvertragsrecht / eingereicht von Sabine Lackner, BSc
VerfasserLackner, Sabine
Begutachter / BegutachterinWagner, Erika
ErschienenLinz, 2017
Umfang64 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Masterarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Sphärentheorie / Werkvertrag / ÖNORM / Gefahrtragung / Bauvertrag / Baugrundrisiko / höhere Gewalt
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-17275 Persistent Identifier (URN)
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Die Sphärentheorie im Bauvertragsrecht [0.62 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Sphärentheorie im Bauvertragsrecht gründet sich auf die §§ 1168 und 1168a ABGB. Gemäß dieser Theorie ist bei einem Misslingen des Werkes die Herkunft des Hindernisses ausschlaggebend. Es können grundsätzlich 3 Sphären unterschieden werden: Jene des Werkbestellers, jene des Werkunternehmers und eine neutrale Sphäre. Bei der Anwendung der Gefahrtragungsregeln sind gegebenenfalls auch die Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes zu berücksichtigen. Auch in jenen ÖNORMen, welche für Bauwerkverträge herangezogen werden können, sind Regelungen bezüglich der Gefahrtragung enthalten. Grundsätzlich trägt der Werkunternehmer bis zur Übergabe des Werkes an den Werkbesteller die Gefahr für den Untergang. Der Sphärentheorie folgend, geht die Preisgefahr auf den Werkbesteller über, wenn das Misslingen des Werkes der Sphäre des Werkbestellers entspringt. Das Misslingen des Werkes durch Umstände aus der Sphäre des Werkbestellers löst eine Warnpflicht des Werkunternehmers aus. Ganz wesentlich für die Feststellung, ob ein Werk misslungen ist, ist der Schuldinhalt des abgeschlossenen Werkvertrages. Die klassischen Risikobereiche der Vertragspartner sind auf Seiten des Werkbestellers der von ihm beigestellte Stoff und seine Anweisungen sowie seitens des Werkunternehmers dessen Dispositionen. In die neutrale Sphäre fallen vor allem jene Fälle der höheren Gewalt. Die gesetzlichen Regelungen der Gefahrtragung sind grundsätzlich dispositiv und können vertraglich abgeändert werden. Grenzen der Risikoübertragung finden sich sowohl im ABGB und KSchG als auch in den ÖNORMen.