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Titelaufnahme

Titel
Mitwirkungspflichten von Patienten beim Behandlungsvertrag / eingereicht von Caroline Roiter
VerfasserRoiter, Caroline
Begutachter / BegutachterinPerner, Stefan
ErschienenLinz, 2017
Umfangx, 50 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Schadensminderungsobliegenheit / Arzthaftung / Medizinrecht
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-17347 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Mitwirkungspflichten von Patienten beim Behandlungsvertrag [0.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Behandlungsvertrag stellt ein vom Gesetz nicht näher typisiertes Vertragsverhältnis dar, aufgrund dessen der Arzt dem Patienten eine fachgerechte Behandlung, nicht aber einen gewissen Erfolg schuldet. Eine allfällige Haftung des Arztes gründet sich daher nicht darauf, dass er den vom Patienten gewünschten Erfolg nicht eintreten lassen konnte, sondern darauf, dass er die übliche Sorgfalt eines ordentlichen Durchschnittsarztes in der konkreten Situation vernachlässigt hat. Erleidet der Patient also einen Schaden, weil die Behandlung vom Arzt nicht de lege artis vorgenommen wurde, so handelt der Arzt rechtswidrig. Wenn ein Patient durch einen Behandlungsfehler des Arztes einen Schaden erleidet, kommen zwar die schadenersatzrechtlichen Regelungen des ABGB zur Anwendung, jedoch können sich die Fälle im medizinischen Bereich durchaus komplexer gestalten. Bei Behandlungsverträgen - wie auch bei übrigen schadenersatzrechtlichen Rechtsverhältnissen - kann sich aufgrund eines bestimmten Verhaltens des Geschädigten, den stets eine Schadensminderungsobliegenheit trifft, die Haftung des Schädigers verringern. Eine solche Schadensteilung aufgrund Missachtung der Schadensminderungsobliegenheit des Geschädigten normiert § 1304 ABGB. Ob und in welchem Verhältnis in solchen Konstellationen eine Teilung des Schadens zwischen Schädiger und Geschädigtem vorzunehmen ist und wann die Voraussetzungen für eine Berücksichtigung des sorgfaltswidrigen Verhaltens des Geschädigten vorliegen, wird in der vorliegenden Arbeit behandelt. Eingehend erörtert wird die Frage, inwieweit im Rahmen des ärztlichen Behandlungsvertrages dem Patienten eine Mitwirkung, um den Schaden möglichst gering zu halten, auferlegt werden kann und wo die Grenzen dieser Obliegenheit im Einzelfall liegen. Zuletzt werden ausgewählte schadenersatzrechtliche Sonderprobleme im medizinischen Bereich dargestellt, unter anderem anhand von Fällen aus der Rechtsprechung.