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Titelaufnahme

Titel
Strafrechtliche Aspekte der Wegnahme und Verwertung von Bankomatkarten und Sparbüchern / eingereicht von Renate Müllner-Sparber
VerfasserMüllner-Sparber, Renate
Begutachter / BegutachterinBirklbauer, Alois
ErschienenLinz, 2017
Umfang50 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-17849 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Strafrechtliche Aspekte der Wegnahme und Verwertung von Bankomatkarten und Sparbüchern [0.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit dem Strafrechtsänderungsgesetz 2004 (StrÄG 2004) wurde der EU-Rahmenbeschluss zum Thema „Bekämpfung von Betrug und Fälschung im Zusammenhang mit unbaren Zahlungsmitteln“ umgesetzt. Das StrÄG 2004, BGBl I Nr 15/2004, das am 1. Mai 2004 in Kraft trat, schaffte damit zahlreiche neuere Tatbestände in Bezug auf unbare Zahlungsmittel. Der Tatsache, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr im Wirtschaftsleben eine große Bedeutung einnimmt, wurde somit durch die Aufnahme einer eigenen diesbezüglichen Deliktsgruppe innerhalb des Strafgesetzbuches Rechnung getragen. Die meisten unbaren Zahlungsmittel waren bereits vor Inkrafttreten des StrÄG 2004 entweder als Wertträger (§§ 127 ff) oder als Urkunden (§§ 223 ff) strafrechtlich geschützt. Bei Sparbüchern hingegen handelt es sich nicht um unbare Zahlungsmittel, sondern um Urkunden iSd § 74 Abs 1 Z 7. Somit kommt bei der Wegnahme von Sparbüchern ein Urkundendelikt iSd §§ 223 ff und bei der Verwertung ein Vermögensdelikt zur Anwendung. Vor dem Inkrafttreten der BWG-Novelle 2000 musste unterschieden werden zwischen anonymen vinkulierten Sparbüchern mit und solchen ohne Losungswort. Dieses Kriterium war insbesondere bei der Wegnahme von Sparbüchern relevant für die Vermögensstrafbarkeit. Zentrale Zielsetzung der in vorliegender Diplomarbeit angestellten Untersuchungen ist die diametrale Auswirkung der Rechtsfolgen bei Verwirklichung der Delikte trotz Vorliegens der beiderseitigen Gemeinsamkeit sowohl einer Bankomatkarte als auch eines Sparbuches als körperlicher Gegenstand.