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Titelaufnahme

Titel
Barrierefreiheit Österreichs meistbesuchter Websites eine Statuserhebung / eingereicht von Manuel Reischl
VerfasserReischl, Manuel
Begutachter / BegutachterinHöller, Johann
ErschienenLinz, 2017
UmfangXI, 12 - 113 Blätter : 1 CD-ROM ; Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Masterarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Barrierefreiheit / Accessibility / Web Accessibility / WCAG 2.0 / WAI
Schlagwörter (EN)accessibility / web accessibility / WCAG 2.0 / WAI
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-17969 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist gemäß den "Hinweisen für BenützerInnen" verfügbar
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Barrierefreiheit Österreichs meistbesuchter Websites eine Statuserhebung [3.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Wichtigkeit des Internets ist heutzutage unbestritten und Websites sind für Unternehmen und Organisationen kaum mehr wegzudenken. Somit verlagern sich auch immer mehr Bereiche des täglichen Lebens, wie der Bankenverkehr, Buchungen und Reservierungen ins Internet und analoge Angebote verschwinden. Aus diesem Grund kommt der Zugänglichkeit der Websites eine erhöhte Wichtigkeit zu, damit auch Menschen mit Beeinträchtigungen, von denen es in Österreich rund 1,7 Millionen gibt, noch darauf zugreifen können. Durch die Alterung der Gesellschaft, die zugleich auch immer technikaffiner wird und somit das Internet mehr nutzt, werden diese Zahlen noch weiter steigen. Daher ist in Österreich am 1.1.2006 das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (BGStG) in Kraft getreten, worin unter anderem geregelt wird, dass Websites barrierefrei sein müssen. Untersuchungen aus der Vergangenheit zeigen aber, dass dies bei weitem nicht der Fall ist.

Diese Arbeit untersucht die Fragestellung, ob Österreichs meistbesuchte Websites barrierefrei sind. Zur Erreichung dieses Ziels wird einführend eine Begriffsbestimmung der wichtigsten Begrifflichkeiten der Arbeit vorgenommen. Im Anschluss werden die von Barrierefreiheit Betroffenen vorgestellt, indem die verschiedenen Arten von Behinderungen erläutert werden. Danach werden die maßgeblichen die Barrierefreiheit betreffenden Gesetze, Richtlinien und Normen, sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene, vorgestellt. Anschließend werden die WAI-Richtlinien, auf die sich die rechtlichen Vorschriften beziehen, im Detail erläutert und ihre Entwicklung kurz dokumentiert. Zu guter Letzt werden die 20 meistbesuchten österreichischen Websites einer Accessibility-Prüfung unterzogen und ein Interview mit einem Experten in diesem Bereich durchgeführt.

Das konkrete Ergebnis der Arbeit ist eine Statuserhebung über die Barrierefreiheit von Österreichs meistbesuchten Websites. Um zu dieser zu gelangen, werden zuerst mit Sehbeeinträchtigungen, Hörbeeinträchtigungen, motorischen Einschränkungen, kognitiven Einschränkungen, fortgeschrittenen Lebensalter und mehreren dauerhaften Beeinträchtigungen 6 Arten von Behinderungen vorgestellt die bei der Barrierefreiheit von Webauftritten berücksichtigt werden müssen. Danach werden auf EU Ebene die Charta der europäischen Grundrechte, die Lissabon Strategie und Europa 2020 mit den dazugehörigen Richtlinien, sowie auf nationaler Ebene die Bundesverfassung, das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz sowie das E-Government-Gesetz vorgestellt, da darin Vorgaben zur Barrierefreiheit zu finden sind. Auf Grundlage dieser rechtlichen Vorschriften, die bei der Umsetzung von Web-Accessibility auf die WAI-Richtlinien verweisen, werden diese in der aktuellen Version WCAG 2.0 detailliert dokumentiert. Nachfolgend wird nach diesen Richtlinien und einer Beschreibung der Vorgehensweise beim Prüfen eine Accessibility-Prüfung der 20 meistbesuchten österreichischen Websites vorgenommen. Abschließend schildert Herr Dr. Miesenberger in einem Interview seine Meinung zum Ergebnis der Accessibility-Prüfung, dem Stellenwert der Web-Accessibility in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern, den WAI Richtlinien und der Zukunft der Web-Accessibility.

Zusammenfassung (Englisch)

Nowadays, the importance of the internet is beyond debate and nearly every organisation or company has a website. Therefore, more and more sectors of everyday life, like banking, bookings or reservations move into the realm of the internet and offline offers disappear. Thus, the accessibility of these online offers is getting increasingly important for disabled people, who account for 1.7 million in Austria. Because of societys overall aging, people becoming more technophile and the increasing use of the internet among elders, more so than in former generations, these numbers will even rise. For this reason, the “Bundesgesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (BGStG)“, which among other things governs that websites have to be accessible for users with disabilities, came into effect on 1.1.2016. However, past reasearch has shown that this is yet to be carried through.

This master thesis investigates the question, whether the most visited Austrian websites are accessible for disabled members of society. To answer this question, the thesis starts by introducing definitions of the most crucial terms. Secondly, the people who are affected by accessibility issues are presented by explaining different types of disabilities. Subsequently, the most important laws, guidelines and norms concerning accessibility both on the EU and on an Austrian level are introduced. Furthermore, the WAI-guidelines, which are referred to in the regulations, and their evolution over the years are explained in detail. Finally, an accessibility evaluation of Austrias 20 most visited websites and an interview with an expert in this field are conducted.

The aim of this master thesis is an evaluation of the current status of the accessibility of Austrias most visited websites. To reach this objective, firstly, visual impairment, hearing impairment, physical impairment, cognitive impairment, ageing and several permanent impairments are introduced as types of disabilities that must be considered in terms of web accessibility. Afterwards, on the EU level, the charter of fundamental rights of the European Union, the Lisbon strategy and Europe 2020 with its guidelines and, on an Austrian level, the federal constitution, the “Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz” as well as the national e-government-law are presented, as they include guidelines for accessibility. Based on these legal instructions, which refer to the WAI guidelines for implementing web-accessibility, the current version WCAG 2.0 of these guidelines is discussed in detail. Following, by examining these guidelines and a description of the process, an accessibility evaluation of Austrias 20 most visited websites is conducted. Finally, in the form of an interview, Dr Miesenberger gives his opinion on the outcome of the accessibility evaluation, the significance of web accessibility in Austria compared to other countries, the WAI guidelines and the future of web accessibility.