Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Verbot der Sklaverei und Zwangsarbeit : Artikel 4 EMRK / eingereicht von Mag iur Siegfried Schobert
AutorInnenSchobert, Siegfried
Beurteiler / BeurteilerinPabel, Katharina ; Hauer, Andreas
Betreuer / BetreuerinPabel, Katharina
ErschienenLinz, 2017
Umfang193 Seiten
HochschulschriftUniversität Linz, Dissertation, 2017
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Sklaverei / Zwangsarbeit / Artikel 4 EMRK
Schlagwörter (EN)slavery / forced labour / article 4 ECHR
Schlagwörter (GND)Sklaverei / Zwangsarbeit / Menschenhandel / Verbot / Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4>
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-19760 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist gemäß den "Hinweisen für BenützerInnen" verfügbar
Dateien
Verbot der Sklaverei und Zwangsarbeit [3.12 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Entsprechend der Reihenfolge der Verbotstatbestände in Art 4 EMRK wird nach einer kurzen allgemeinen Ausführung zur Interpretation der EMRK zunächst das Verbot der Sklaverei untersucht. Daran anschließend wird das Verbot der Leibeigenschaft betrachtet. Dabei wird dargelegt, welche typischen Merkmale der Leibeigenschaft im Sinne des Art 4 Abs 1 EMRK in allen ihren Ausprägungsformen immanent sind. Danach wird untersucht, ob eine Verletzung, beziehungsweise keine Verletzung, des in Art 4 Abs 2 EMRK enthaltenen Verbots der Zwangs- oder Pflichtarbeit für die Beurteilung eines Verstoßes gegen Art 4 Abs 1 EMRK relevant ist.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Untersuchung des Verbots der Zwangs- oder Pflichtarbeit gemäß Art 4 Abs 2 EMRK. Zunächst werden die einzelnen Tatbestandselemente beleuchtet, die vorliegen müssen, damit ein Sachverhalt geeignet ist, eine verbotene Zwangs- oder Pflichtarbeit darzustellen. Bei der Untersuchung der Tatbestandsausnahmen werden die vier geschriebenen Ausnahmen des Art 4 Abs 3 EMRK analysiert. Bei der anschließenden Analyse der ungeschriebenen Tatbestandsausnahmen wird dargelegt, warum auf die Untersuchung der Eigenschaft einer auferlegten Tätigkeit verzichtet und sogleich auf die sich aus Art 4 Abs 3 EMRK ergebenden Leitgedanken zurückgegriffen werden kann. In welchen Fällen und unter welchen Voraussetzungen eine angeordnete Tätigkeit, die geeignet ist verbotene Zwangs- oder Pflichtarbeit darzustellen, mit Hilfe der Leitgedanken vom Verbot des Art 4 Abs 2 EMRK ausgenommen ist, wird ebenso wie die detaillierte Betrachtung der jeweiligen Leitgedanken ausführlich dargelegt.

Bei der Auswahl von Personen zur Erbringung einer Tätigkeit können normale Arbeitspflichten in Folge einer verbotenen Diskriminierung zu einer Konventionsverletzung führen. Aus diesem Grund erfolgt im Anschluss an das Verbot der Zwangs- oder Pflichtarbeit eine Untersuchung der verbotenen Diskriminierung im Sinne des Art 14 iVm Art 4 Abs 2 EMRK.

Der Menschenhandel, eines der weltweit lukrativsten Verbrechen der Gegenwart wird im Anschluss an die geschriebenen Verbote des Art 4 EMRK untersucht. Anschließend erfolgt eine Analyse der sich daraus ergebenden Pflichten der Konventionsstaaten, die größtenteils auf die geschriebenen Verbote des Art 4 EMRK zu übertragen sind.

Im abschließenden Kapitel werden aktuelle Rechtsfragen, wie die Einführung eines verpflichtenden Sozialdienstes für Männer bei gleichzeitiger Abschaffung der Wehrpflicht behandelt, sowie die Frage, ob eine Arbeitspflicht für Arbeitslose, sowie Sozialhilfeempfänger und Asylwerber besteht, behandelt.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 34 mal heruntergeladen.