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Titelaufnahme

Titel
Ökonomisierung und Professionalisierung in der Pflege : am Beispiel einer Analyse der Pflegedokumentation im Bereich der stationären Langzeitpflege in Oberösterreich / eingereicht von Christina Zauner, BA
AutorInnenZauner, Christina
Beurteiler / BeurteilerinStelzer-Orthofer, Christine
ErschienenLinz, 2017
UmfangVI, 133 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Masterarbeit, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Ökonomisierung / Professionalisierung / stationäre Langzeitpflege / Pflegedokumentation
Schlagwörter (EN)commodification / professionalization / residential care / nursing documentation
Schlagwörter (GND)Neues Steuerungsmodell / Pflegeberuf / Rationalisierung / Qualität
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-20020 Persistent Identifier (URN)
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Ökonomisierung und Professionalisierung in der Pflege [1.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Aktuell sind in der stationären Pflegearbeit zwei Rationalisierungsprozesse ersichtlich: die Professionalisierung der Pflege und eine Ökonomisierung des Gesundheitswesen. Die fortschreitende Professionalisierung der Pflege geht mit zusätzlichen Anforderungen der Leistungserbringung einher. Zugleich fordern Kostenträger eine effizientere und kostengünstigere Pflege. Beide Entwicklungen können für Pflegekräfte widersprüchliche Forderungen mit sich bringen, die einen Wandel handlungsleitender Vorstellungen von „guter Pflege“ zur Folge haben. Ein wichtiger Teil der Arbeit in der stationären Langzeitpflege besteht aus der Planung der Pflege und der Dokumentation des Pflegegeschehens. Auf Grund von neuen Gesetzen und qualitätssichernden Maßnahmen muss jedoch immer mehr Arbeitszeit für die Pflegedokumentation aufgewendet werden. Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, ob die eigentliche Pflege der BewohnerInnen dabei in den Hintergrund rückt. Als Ergebnis der empirischen Erhebung, die im Rahmen qualitativer ExpertInneninterviews in zwei Alten- und Pflegeheimen in Oberösterreich durchgeführt wurde, konnte festgestellt werden, dass die Pflegedokumentation von den Pflegekräften durchaus als unerlässliche Arbeitshilfe im Pflegeprozess wahrgenommen wird. Die BewohnerInnen stehen trotz knapper Zeitressourcen bei allen Befragten klar im Vordergrund. Gleichzeitig wuchs jedoch der Umfang der Pflegedokumentation sowie die Unsicherheit der Pflegekräfte richtig zu dokumentieren über die letzten Jahre hinweg immer mehr an. Da die Form der Pflegedokumentation organisationsintern festzulegen ist, fehlen dabei einheitliche Dokumentationsrichtlinien. Somit wird die Qualität der Pflegedokumentation entscheidend vom Ausbildungsstand und dem Anspruch der jeweiligen Pflegekraft beeinflusst. Hier braucht es klare Information von den Häusern, um unnötiger „Überdokumentation“ entgegenzuwirken und die Pflegedokumentation wieder zu vereinfachen.

Zusammenfassung (Englisch)

Residential care faces two major processes of rationalization these days, namely the professionalization of care and commodification of health care. Increasing professionalization leads to additional workload for employees. At the same time, payers in the health sector are seeking cost reductions and efficiency improvements. Both processes may force changes in responsibilities for nurses and entail conflicting demands and claims for the caregivers themselves. This is the reason why requirements for “good care” may change over time. The documentation of nursing care and planning is an essential part of long-term residential care. However, documentation processes require increasingly more time because of new legislation and actions for ensuring quality. Therefore, it is the aim of this thesis to reveal if actual care work with residents suffers from a lack of time. In this thesis, an empirical study was conducted to capture nurses experiences with current documentation processes as well as to highlight potential areas for improvement. Expert interviews were carried out in two nursing homes in Upper Austria. A main finding of the empirical analysis is that nurses perceive documentation indeed as being an essential and helpful instrument for their work. Despite the documentation efforts, nurses can still focus on their work with residents. Nevertheless, the amount of documentation as well as nurses uncertainty regarding how to correctly record their work is constantly increasing. Since there are no standardized guidelines for documentation, nurses education levels and various degrees of personal effort have a significant impact on the quality of the documentation process. Therefore, nursing homes should communicate information on the issue of nursing documentation more precisely. This could help on the one hand to simplify the nursing process and on the other hand to prevent excessive amounts of documentation.

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