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Titelaufnahme

Titel
Transeuropäische Netze (TEN) im Kombinierten Verkehr / eingereicht von Dipl.-Ing. Thomas Leitner
AutorInnenLeitner, Thomas
Beurteiler / BeurteilerinWagner, Erika
ErschienenLinz, 2018
Umfang66 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Masterarbeit, 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)transeuropäische Netze / TEN / kombinierter Verkehr / KV
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Europäische Kommission / Direktion Telekommunikation, Transeuropäische Netze und Dienste, Postwesen / Straßengüterverkehr / Eisenbahngüterverkehr / Kombinierter Verkehr
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-20141 Persistent Identifier (URN)
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Transeuropäische Netze (TEN) im Kombinierten Verkehr [3.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Kombinierten Verkehr im Zusammenhang mit den TEN V, wobei speziell auf den Bahntransport eingegangen wird. Im Jahr 1951 gründeten sechs Staaten die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. 57 Jahre später, nach den Verträgen von Rom, Maastricht, Amsterdam und Nizza, nach der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und nach der Europäischen Gemeinschaft (EG) war es der Vertrag von Lissabon, der die Europäische Union (EU) hervorbrachte. Aktuell hält die EU bei 28 Mitgliedsstaaten. Eines der obersten Ziele der EU ist ein funktionierender Verkehrsraum. Der Verkehr bildet die Grundlage für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Mobilität ist Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Binnenmarkt und soll in weiterer Folge die östlichen und westlichen Teile Europas zusammenführen sowie dem Verkehrsbedarf der 500 Millionen Bürger des Kontinents entsprechen. Um die zuvor genannten Anforderungen zu bewältigen, wurde 1992 der Aufbau von Transeuropäischen Netzten (TEN) gestartet und immer weiter vorangetrieben. Die Europäische Kommission kritisierte immer wieder den langsamen Fortschritt bei einzelnen Projekten. Die Finanzkrise zwang die EU zur Fokussierung von prioritären Bauvorhaben. Dadurch wurde das Konzept von neun Kernnetzkorridoren entwickelt. Entlang dieser Kernnetzkorridore verlaufen bereits zum Teil bestehende Schienengüterverkehrskorridore, die den Transport von Gütern auf der Schiene attraktiveren sollen. Die Finanzierung der TEN wurde nach einem negativen Bericht des Europäischen Rechnungshofes als zu starr und zu unflexibel angesehen. Durch die seit 2013 geschaffene Fazilität „Connecting Europe“ sollen die länderübergreifenden Bauvorhaben effektiver und beschleunigt abgewickelt werden. Insgesamt rechnet die EU für den Ausbau der verkehrsgerechten Infrastruktur zwischen 2010 und 2030 mit über 1.500 Mrd. EUR.

Der Union ist es ein großes Anliegen, den Güterverkehr auf langen Strecken (mehr als 300 km) von der Straße auf die Schiene zu verlagern und so den Straßengüterverkehr zu minimieren. In Österreich werden 81 % des Transportaufkommens auf der Straße transportiert. Dieser Anteil soll auf lange Sicht reduziert werden, indem mehr Güter mit umweltfreundlicheren Transportmitteln verfrachtet werden. Das Ziel ist die Reduktion der CO Emissionen, dem Verursacher des Treibhauseffektes und in weiterer Folge der vorherrschenden Klimaerwärmung. Gerade der Verkehr ist mit 45 % ein Hauptverursacher der Treibhausgasemissionen. Ein großer Nachteil des Schienengüterverkehrs ist jedoch die fehlende Mobilität im regionalen Bereich. Dagegen kann der sogenannte Kombinierte Verkehr (KV), der Transport eines Guts auf der Straße und auf der Schiene, Abhilfe schaffen. Den Zeitverlust von Verladearbeiten sowie den Verlust von Nutzlasten versucht die Union mit gesetzlichen Ausnahmen auf europäischer sowie nationaler Ebene wett zu machen. Erhöhte Nutzlasten im Nach- und Vorlaufverkehr, Freistellung von der Kontrollgerätpflicht bei Eisenbahnterminals, Ausnahmen vom Nachtfahrverbot im KV, Steuerbegünstigungen im Huckepackverkehr, um hier nur einige begünstigende Anreize exemplarisch aufzuzählen.

Des Weiteren wird durch Verbesserungen der logistischen Infrastruktur und finanziellen Förderungen versucht, Anreize für den KV zu schaffen. Die bisherigen Förderprogramme im Güterverkehr wurden vom Europäischen Rechnungshof scharf kritisiert. Dieser bezeichnete diese als unwirksam, da nur wenig Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene erzielt wurde. Auch hier wird mit der Fazilität „Connecting Europe“ ein neuer Ansatz versucht. Finanzhilfen erfolgen in Zukunft in Form von Finanzinstrumenten und Zuschüssen. Des Weiteren wird die Koordination der Finanzhilfen in Zukunft von einer neu geschaffenen Exekutivagentur für „Innovation und Netze“ durchgeführt, um auch hier die Effizienz zu steigern. Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene wird auch in Zukunft unattraktiv bleiben, solange dem Straßenverkehr nicht die tatsächlich vorhandenen externen Kosten angelastet werden. Kosten die von Dritten und nicht vom Verursacher selbst getragen werden. Das sind zB Unfallkosten, Kosten für die Luftverschmutzung, Kosten der Boden- und Wasserverschmutzung. Des Weiteren hat das Sozial- und Lohndumping innerhalb der EU Staaten einen massiven Verfall der Transportkosten auf der Straße zur Folge, weswegen auch hier der Schienentransport unattraktiv bleibt.

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