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Titelaufnahme

Titel
Kriminalpsychologische Tatortanalyse und Profiling : eine Betrachtung ihrer Bedeutung für die österreichische Strafrechtspflege / eingereicht von Cornelia Maria Pascher
AutorInnenPascher, Cornelia Maria
Beurteiler / BeurteilerinBirklbauer, Alois
ErschienenLinz, 2018
Umfang50 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Strafrecht / Tatortanalyse / Profiling
Schlagwörter (GND)Kriminalpsychologie / Täterprofil / Tatort / Analyse
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-20300 Persistent Identifier (URN)
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Kriminalpsychologische Tatortanalyse und Profiling [0.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird das Profiling und dessen Bedeutung für die Strafrechtspflege in Österreich behandelt. In den 1970 Jahren haben FBI Agenten in Amerika begonnen sich wissenschaftlich mit dem Verhalten von Straftätern auseinander zu setzen. Sie haben Typologien zu diversen Täterklassen entwickelt und mit dem Erheben und Sammeln von Daten begonnen. Man hat statistisch-empirische Modelle erarbeitet, welche bei der Analyse von Fällen helfen sollten. Das FBI hat auch die Tathergangsanalyse entwickelt. Diese hat zum Ziel, durch das Analysieren von Verhaltensmustern, Aussagen über den Täter treffen zu können. Die Entwicklung der Tatortanalyse in Europa orientiert sich an den FBI Modellen. Im Jahr 1993 hat der Kriminalpsychologe Thomas Müller in Österreich eine Einheit zur Analyse von Täterverhalten, den kriminalpsychologischen Dienst gegründet. Tatortanalytiker haben sich in vielen Ermittlungsverfahren mit Hilfe der beschrieben Methoden als nützlich erwiesen, doch auch im weiteren Strafverfahren spielen sie eine Rolle. Profiler verfügen über spezielles Fachwissen, wodurch sie im Rahmen ihrer Tätigkeit bei Gericht als Sachverständige an der Hauptverhandlung teilnehmen. Problematisch an einem Profiler als Sachverständigen ist die Doppelrolle, welche er einnimmt. Zunächst ist er als Ermittlungsorgan tätig. Er bringt Beweise vor, welche als Grundlage für die Anklage verwendet werden können. Dann tritt er in der Hauptverhandlung als Sachverständiger auf und erstellt anhand der Beweise ein Gutachten, welches in der Regel prozessentscheidend ist. Diese Konstellation hat 2015 durch das Erkenntnis des VfGH zur Änderung des § 126 (4) letzter Satz StPO geführt. Er hat die Verfassungswidrigkeit dieser Regelung erkannt und festgestellt, dass im Fall der Doppelbestellung eine objektive Befangenheit vorliegen kann und eine Ablehnung aus diesem Grund nicht automatisch ausgeschlossen werden dürfe.

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