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Bibliographic Metadata

Title
„Hirndoping“ : beeinflussen implizite Theorien der Selbstkontrolle das Interesse an pharmakologischem Neuro-Enhancement? / eingereicht von Haidinger Eva
AuthorHaidinger, Eva
CensorKronberger, Nicole
PublishedLinz, 2018
Descriptionix, 74, LXXV - LXXXII Blätter : Illustrationen
Institutional NoteUniversität Linz, Diplomarbeit, 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Neuro-Enhancement / Hirndoping / kognitive Leistungssteigerung
Keywords (EN)neuro-enhancement / self-control theory
Keywords (GND)Leistung / Leistungssteigerung / Doping
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-21086 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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„Hirndoping“ [1.53 mb]
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Classification
Abstract (German)

Wie Muraven, Baumeister und Tice (1999) gezeigt haben, ist Selbstkontrolle eine entwickelbare Fähigkeit. Genau wie ein Muskel, kann auch die Willenskraft trainiert werden. Das Verhalten wird allerdings nicht nur von der tatsächlichen Fähigkeit, sondern auch von den Überzeugungen, die wir unseren Fähigkeiten zuschreiben, beeinflusst. Diese oft unbewussten Überzeugungen werden auch als implizite Theorien bezeichnet. Das Ziel dieser Arbeit war, herauszufinden, ob die impliziten Theorien der Selbstkontrollfähigkeit im Zusammenhang mit dem Interesse an pharmakologischem Neuro-Enhancement stehen. Pharmakologisches Neuro-Enhancement beschreibt die Einnahme von Substanzen zur gezielten kognitiven Leistungssteigerung gesunder Menschen. Zur Überprüfung dieser Frage wurden 1.073 österreichische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt. Es wurde angenommen, dass eine implizite Theorie, die der eigenen Selbstkontrollfähigkeit zuschreibt, schwer erschöpfbar zu sein und in gewissen Situationen sogar zusätzlich aktivierend zu wirken, davor schützt Hilfsmittel zu gebrauchen. Diese Annahme konnte in Bezug auf frei verkäufliche Substanzen bestätigt werden. Eine unlimitierte Theorie der Selbstkontrolle geht mit geringerem Interesse an der Nutzung frei verkäuflichen Substanzen einher. Personen, die dagegen von einer limitierten Willenskraft ausgehen oder in ihren Überzeugungen zwiegespalten sind, zeigten ein höheres Interesse an der Nutzung frei verkäuflicher Substanzen. Bei verschreibungspflichtigen Substanzen konnte dieser Effekt nicht nachgewiesen werden. Zusätzlich konnte herausgefunden werden, dass Variablen, wie der empfundene Stress und das Alter, direkt das Interesse an pharmakologischem Neuro-Enhancement beeinflussen.

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