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Bibliographic Metadata

Title
Effekte von Feedback Interventionen in einem E-Learning Kontext / eingereicht von Constantin Mayer, BEd
AuthorMayer, Constantin
CensorBatinic, Bernad
PublishedLinz, 2017
Description94 Blätter : Illustrationen
Institutional NoteUniversität Linz, Masterarbeit, 2017
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Feedback / Leistung / E-Learning / Lernquiz / Experiment
Keywords (GND)E-Learning / Feedback / Leistung / Motivation
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-21359 Persistent Identifier (URN)
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 The work is publicly available
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Effekte von Feedback Interventionen in einem E-Learning Kontext [1.47 mb]
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Abstract (German)

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht wie unterschiedliche Feedbackinterventionen, welche im Zuge einer digitalen Lernquiz-Anwendung erhalten werden, die Leistung beeinflussen. Basierend auf der Feedback-Interventions-Theorie (Kluger & DeNisi, 1996) wurden Hypothesen bezüglich der Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Feedbackinterventionen und der Leistung formuliert und empirisch geprüft. Diesbezüglich wurden verschiedene Feedback-Arten entwickelt, von denen erwartet wurde, dass sie - bezogen auf das Aufmerksamkeitsmodell von Annett (1969) - unterschiedliche Aufmerksamkeitsebenen (Meta-/Selbst-Ebene, Motivations-Ebene, Lern-Ebene/Aufgabendetails) aktivieren können und demnach unterschiedlich auf die Leistung wirken. Zusätzlich wurde untersucht ob Selbstwirksamkeit mit Leistung korreliert und ob die Selbstwirksamkeitserwartung der Versuchspersonen den Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Feedbackformen und der Leistung moderiert. Es wurde angenommen, dass der durch Feedback induzierte Leistungsunterschied bei Personen mit hoher Selbstwirksamkeit geringer ist als bei Personen mit niedriger Selbstwirksamkeit. Zur Prüfung der Hypothesen wurde ein Online-Experiment durchgeführt. Die Experimentalaufgabe war eine Lernquiz-Anwendung zur Übersetzung von chinesischen Schriftzeichen. Das Experiment bestand aus vier Versuchsgruppen, welche unterschiedliche Arten von Feedback als Stimulus erhielten.

Im Durchschnitt hatten die Versuchspersonen beim Posttest etwa zwei Vokabeln mehr richtig als beim Pretest. Der Vergleich der Experimentalgruppen zeigte, dass Feedback, welches die Aufmerksamkeit auf die Meta-Ebene lenkt, wie beispielsweise Lob oder Ermutigung, die geringsten positiven Effekte auf die Leistung hatte. Auch Feedback welches eine Punkteanzeige beinhaltet, scheint den Aufmerksamkeitsfokus häufiger auf die Meta-Ebene zu lenken und führte weder zu erhöhter Leistung noch zu erhöhter Motivation. Hingegen zeigte Feedback, welches Hinweise zur Lösung der Aufgabe beinhaltet sowie korrektives Feedback sehr positive Effekte auf die Leistung.

Aufgabenbezogene Selbstwirksamkeit zeigte einen schwachen Zusammenhang mit Leistung. Zwischen allgemeiner Selbstwirksamkeitserwartung und Leistung konnte kein Zusammenhang festgestellt werden. Die deskriptive Analyse der Moderationshypothese lässt schlussfolgern, dass die moderierende Wirkung der Selbstwirksamkeit nur für die Hinweis-Gruppe zutreffen zu scheint. Es kann jedoch nicht von einem Moderationseffekt der Selbstwirksamkeit für jede Form von Feedback ausgegangen werden. Für eine digitale Lern-Quizanwendung erscheinen korrektives Feedback und Feedback, welches Hinweise bezüglich der Aufgabe beinhaltet, als am besten geeignete Feedbackformen. Korrektives Feedback liefert bereits ausreichend Information um erfolgreiches Lernen zu ermöglichen und Hinweise bezüglich der Aufgabe können bei der Reflexion der Aufgabe unterstützen und dabei helfen die grundlegende Logik der Aufgaben zu verstehen. Eine Punkteanzeige oder ähnliche Gamification-Elemente sollten mit Bedacht eingesetzt werden. Das bloße Zufügen einer Punkteanzeige bei einer einfachen Quiz-Aufgabe scheint nicht auszureichen um Motivation zu erzeugen. Für erfolgreiche Gamification müssen scheinbar komplexere spielbasierte Lern-Szenarien entwickelt werden. Lob und Ermutigung sollte bei einer Lernquiz Aufgabe sparsam und zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden, da diese Feedbackform bei zu häufiger oder nicht situationsgerechter Verwendung die positiven Effekte von korrektivem Feedback auf die Leistung mindern kann.

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