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Bibliographic Metadata

Title
„Einsteigen“ in die Welt der Wirtschaft. : Die Vermittlung ökonomischen Wissens im Spannungsfeld zwischen traditioneller Wirtschaftslehre und Postwachstumsdebatte. Eine Schulbuchanalyse / vorgelegt von Klara Hinterhölzl
AuthorHinterhölzl, Klara
CensorNeuweg, Georg-Hans
PublishedLinz, 2018
Descriptionvii, 135, [cirka 120] Blätter : Illustrationen
Institutional NoteUniversität Linz, Diplomarbeit, 2018
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Schulbuchanalyse / Wachstumskritik
Keywords (GND)Pädagogik / Betriebswirtschaftslehre / Schulbuchanalyse
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-22413 Persistent Identifier (URN)
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„Einsteigen“ in die Welt der Wirtschaft. [3.73 mb]
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Abstract (German)

All jene, in Schulbüchern festgehaltenen, Gesetzmäßigkeiten und begrifflichen Bestimmungen, die zu Beginn des betriebswirtschaftlichen Unterrichts an Schüler/innen herangetragen werden, erscheinen in weiterer Folge als „unumstößlich“ und werden in der Regel nur selten angezweifelt. Wenn auch diese „die Wirtschaft“ betreffenden Grundlagen aufgrund ihres konstitutiven Charakters durchaus den Anschein von Objektivität erwecken mögen, so schwingen in Verbindung mit denselben dennoch stets Werturteile und paradigmatische Ausrichtungen mit. Bereits in den 1980er Jahren konstatierte Bernd Stauss die aus ökologischer Sicht bedenkliche, unreflektierte Weitergabe wirtschaftlichen Wissens auf Basis (wachstumsparadigmatisch geprägter) traditioneller Lehrbuchökonomie. Wenngleich durchaus aufkeimende Bedenken die Angemessenheit sowie Problemlosigkeit konventioneller ökonomischer Wissensbestände tangieren, so lässt sich die Tendenz zur Tradierung derselben im Zuge schulischen Wirtschaftslehreunterrichts nur schwer abstreiten (vgl. Stauss, 1982, S. 905f.). Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Umweltproblematiken, Wirtschaftskrisen und einem sich zunehmend entwickelnden wachstumskritischen Diskurses stellt sich heute, 35 Jahre später, die Frage, wie viel tatsächlich noch von der kritisch betrachteten Vormachtstellung wirtschaftlicher Wachstumsorientierung im Sinne eines traditionellen Ökonomieverständnisses in betriebswirtschaftlichen Schulbüchern spürbar ist. ^Im Zuge der vorliegenden Arbeit konnten basierend auf der Kontroverse, die sich hinsichtlich der Erwünschtheit weiteren Wirtschaftswachstums eröffnet, zwei mögliche Botschaften eines „Einstiegs“ abgeleitet werden, welchen anhand einer qualitativen, kategoriengeleiteten Analysemethode relevante Schulbuchaussagen zugewiesen wurden. Ebenso konnten auf Basis dieses inhaltsanalytischen Prozesses implizit vorhandene Werturteile, die in Richtung Wachstumsparadigma weisen offengelegt, sowie speziell in ökologischer Hinsicht bedenkliche inhaltliche Problematiken traditioneller Wissensbestände aufgegriffen werden. Es zeigte sich, dass die Bücher in weiten Teilen dem Wachstumsparadigma folgen tradierte „Grundtatbestände“ inklusive ihrer inhaltlichen Defizite werden kaum beziehungsweise nur vorsichtig angetastet. Ungeachtet dessen konnten allerdings andererseits auch bedeutende wachstumskritische Fundstellen identifiziert werden. Vor dem Hintergrund dieser Befunde erscheint dennoch eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem „Lehrbuch- Einstieg“ empfehlenswert.

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