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Titelaufnahme

Titel
Institutionelle Logiken und Gerechtigkeitsprinzipien in plattformbasierter Kreativarbeit: Bestandsaufnahme aus der Crowdperspektive / eingereicht von Claudia Scheba, BA
AutorInnenScheba, Claudia
Beurteiler / BeurteilerinBauer, Robert
ErschienenLinz, 2018
Umfangvii, 70 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Masterarbeit, 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Crowdsourcing / institutionelle Logiken / Gerechtigkeitsprinzipien / jovoto
Schlagwörter (EN)crowdsourcing / institutional logics / fairness / jovoto
Schlagwörter (GND)Digitalisierung / Open Innovation
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-22621 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Institutionelle Logiken und Gerechtigkeitsprinzipien in plattformbasierter Kreativarbeit: Bestandsaufnahme aus der Crowdperspektive [15.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Webbasierte Plattformen organisieren Arbeit im digitalen Raum und vermitteln dabei zwischen potentiellen digitalen ArbeitnehmerInnen und auftraggebenden Unternehmen. Jovoto ist eine dieser Plattformen, auf der ausgeschriebene Design- und Innovationsprojekte wettbewerbsbasiert von der Crowd bearbeitet werden. Der von der deutschen Gewerkschaft ver.di initiierte Wettbewerb „Opportunity or Risk?“ hat sich an die jovoto-Crowd mit der Aufgabe gerichtet, über die Arbeitsform Crowdsourcing zu reflektieren und die Möglichkeiten und Risiken visuell darzustellen. Dieser Contest stellt den Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit dar, die Handlungsrationalitäten (institutionelle Logiken) und Sinnbilder, die Kreativschaffende auf der Plattform in ihrem Handeln leiten, zu untersuchen. Die digitale Infrastruktur der Plattform, die den Arbeitsprozess als auch den Informationsfluss sowie die Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den CrowdworkerInnen, der auftraggebenden Partei und der Plattform selbst steuert, kommt dabei eine bedeutende Rolle zu, welche institutionellen Logiken auf einer Plattform auftreten können. Grundsätzlich unterliegt der Crowdsourcing-Prozess auf jovoto einer Wettbewerbsmodalität, die eine Marktlogik impliziert. Konvergent zu der Logik des Marktes versteht sich zudem eine Vielzahl von CrowdworkerInnen als UnternehmerIn. In den visuellen Einreichungen haben sich die Kreativen neben klassischen Marktmetaphern, wie bspw. traditionelle Gütermärkte, auch stark der Analogie des Spiels bedient. Neben der dominierenden Marktlogik manifestiert sich eine Professionslogik vor allem in der von den Kreativen skizzierten Metapher der Schule. Getrieben von einem professionellen Ethos sehen CrowdarbeiterInnen in der Plattform eine Möglichkeit Lernerfahrungen zu generieren sowie eine Reputation aufzubauen, die in der Hauptbeschäftigung kapitalisiert werden können. Da die Plattformarchitektur eine Vernetzung unter den Kreativschaffenden zulässt und auch unterstützt, kommt zudem eine Communitylogik hinzu. Für einen kleinen Teil der Crowd scheint auch eine Familienlogik handlungsstiftend zu sein. Neben dem Ansatz der Institutional Logics Perspective wurden auch die Gerechtigkeitsprinzipien aus einer Crowdperspektive betrachtet. Die Untersuchung zeigt, dass den Kreativen eine fair gestaltete Arbeitsumgebung wichtig ist. Auffallend ist hier, dass die Erfolgsquote der UserInnen Einfluss auf die Bewertung und Fairnesswahrnehmung hat. Während nicht-erfolgreiche NutzerInnen hauptsächlich Themen der distributiven Gerechtigkeit diskutieren, scheinen Themen der prozeduralen Gerechtigkeitsdimension mit steigendem Erfolg in den Vordergrund zu drängen. Anerkennung ist unabhängig dem Erfolg gleichbedeutend.

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