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Titelaufnahme

Titel
Die Auswirkungen der EU-Schadenersatz RL 2014/104/EU auf das österreichische Kartellrecht / von Elisa-Maria Steinberger
AutorInnenSteinberger, Elisa-Maria
Beurteiler / BeurteilerinKeinert, Heinz
ErschienenLinz, 2018
UmfangV, 57 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kartellrecht / Private Enforcement / Schadenersatz
Schlagwörter (GND)Wettbewerbsverstoß / Schadensersatz / Kartellrecht / Beweismittel / Publizität
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-23729 Persistent Identifier (URN)
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Die Auswirkungen der EU-Schadenersatz RL 2014/104/EU auf das österreichische Kartellrecht [0.72 mb]
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Zusammenfassung

Ein funktionierender Wettbewerb ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Wirtschaft eines Landes und sichert deren Wachstum und die Aufrechterhaltung einer internationalen Wett-bewerbsfähigkeit. Nur durch faire Wettbewerbsbedingungen können marktgerechte Preise, Produktvielfalt, Qualität und effiziente Ressourcenverteilung gewährleistet werden. Durch die Bildung von Kartellen werden verbotene Verhaltensweisen gesetzt, die eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs bewirken oder bezwecken. Zur Sicherstellung einer wirksamen Rechtsdurchsetzung durch die Wettbewerbsbehörden müssen sowohl öffentliche als auch private Durchsetzungsmaßnahmen zusammenwirken, damit Wettbewerbsvorschriften eine höchstmögliche Wirkung entfalten. Medienberichte über milliardenschwere Schadenersatzverfahren, die auf Bußgeldentscheidungen folgen, verhelfen dem Private Enforcement vermehrt zu medialer Präsenz und führen zu einer Sensibilisierung der Geschädigten, ihre Ansprüche auch tatsächlich durchzusetzen. Dem Umstand, dass Schadenersatzklagen trotz Bestehen eines Anspruchs aufgrund von Beweisschwierigkeiten, hoher Kosten und einer immensen Komplexität nicht erhoben wurden, soll durch das neue Kartellgesetz entgegengewirkt werden. Die Erlangung von Beweismitteln ist bei der Erhebung von Schadenersatzklagen wegen einer Zuwiderhandlung gegen Wettbewerbsrecht von großer Relevanz. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass im Wettbewerbsrecht oft eine Informations- und Beweisasymmetrie zwischen Kläger und Beklagtem besteht. Vor allem der unzureichende Zugang zu Kartellakten stellte in der bisherigen Praxis ein wesentliches Hindernis für eine wirkungsvolle private Rechtsdurchsetzung von Schadenersatzansprüchen aus Wettbewerbsverstößen dar. Eine funk-tionierende Kartellrechtsdurchsetzung kann nur gegeben sein, wenn die private Kartellrechtsdurchsetzung gefördert wird, ohne dabei die öffentliche zu schwächen.

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