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Titelaufnahme

Titel
Edel sei die Technologie, hilfreich und gut : eine empirische Studie über die Veränderung des Mathematikunterrichts im Hinblick auf den verpflichtenden Einsatz von Technologie zur Matura 2018 / eingereicht von Martin Semrad
AutorInnenSemrad, Martin
Beurteiler / BeurteilerinMaaß, Jürgen
ErschienenLinz, 2018
Umfang102 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-23883 Persistent Identifier (URN)
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Edel sei die Technologie, hilfreich und gut [0.89 mb]
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Zusammenfassung

Durch die Verordnung der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Claudia Schmied über die Reifeprüfung in den allgemeinbildenden höheren Schulen aus dem Jahr 2012 hat das österreichische Schulsystem einen weiteren Schritt Richtung Modernisierung und Erneuerung gemacht. Denn durch diese Verordnung werden technische Hilfsmittel in den Mathematikunterricht verpflichtend eingeführt. Ab dem 9. Mai 2018, dem Haupttermin der Mathematik Zentralmatura müssen Schülerinnen und Schüler der AHS zu diesem Termin elektronische Hilfsmittel beherrschen, die gewisse Minimalanforderungen erfüllen müssen, welche von herkömmlichen, numerischen Taschenrechnern nicht mehr abgedeckt werden. Die Anforderungen an die Technologie, entnommen aus der Prüfungsverordnung der allgemeinbildenden höheren Schulen, lauten: „Bei der Bearbeitung beider Aufgabenbereiche sind der Einsatz von herkömmlichen Schreibgeräten, Bleistiften, Lineal, Geo-Dreieck und Zirkel sowie die Verwendung von Formelsammlungen, die vom zuständigen Regierungsmitglied für die Klausurarbeit freigegeben oder zur Verfügung gestellt werden, und elektronischen Hilfsmitteln zulässig. Die Minimalanforderungen an elektronische Hilfsmittel sind grundlegende Funktionen zur Darstellung von Funktionsgraphen zum numerischen Lösen von Gleichungen und Gleichungssystemen zur Ermittlung von Ableitungs- bzw. Stammfunktionen zur numerischen Integration zur Unterstützung bei Methoden und Verfahren in der Stochastik.“ (§ 18 Abs. 3, Prüfungsordnung AHS) Da die Schülerinnen und Schüler zu diesem Termin bereits mit dem elektronischen Hilfsmittel vertraut sein müssen, sieht die Verordnung außerdem vor, dass Lehrerinnen und Lehrer bereits ab dem Schuljahr 2014/2015 fünfte Klassen mit jener Technologie unterrichten, die diese Anforderungen erfüllt. Weil die Verordnung aber keine einheitliche Regelung vorgibt, welche Technologie im Unterricht eingesetzt wird, bleibt die Entscheidung, welches elektronische Werkzeug in den Mathematikstunden verwendet wird, beim Lehrer oder bei der Lehrerin. Dabei kann er oder sie aus einer Vielzahl an Optionen aussuchen, die sich aber in zwei Gruppen zusammenfassen lassen. Zum einen gibt es die Möglichkeit, mit einem Computer zu arbeiten, also einem Standrechner, Laptop oder einem Tablet (oder auch einem Smartphone) auf dem eine mathematische Software installiert ist, die die Anforderungen erfüllt. Während in den 90er Jahren das Programm Derive in Österreich verwendet wurde, wird aktuell hauptsächlich Geogebra oder manchmal auch das kostenpflichtige Mathematica im Unterricht eingesetzt. Die andere Möglichkeit für einen Lehrer oder eine Lehrerin ist die Nutzung eines computeralgebra - fähigen Taschenrechners. Es gibt viele verschiedene Modelle, die alle Anforderungen erfüllen, zum Beispiel Ti Nspire oder Casio Classpad II. Ein weiterer Taschenrechner, der auch noch immer einen Einsatz im Unterricht findet, ist der Ti-84+, der bereits seit 2004 auf dem Markt ist. Obwohl dieser Graphikrechner viele der Minimalanforderungen meistert, scheitert er am dritten Punkt der Prüfungsordnung und ist nicht fähig, Ableitungs und Stammfunktionen zu ermitteln. 29. Juni 2018 Martin Semrad 6 Aus all diesen Möglichkeiten und Optionen müssen Lehrerinnen und Lehrer entscheiden, welches technische Hilfsmittel sie am sinnvollsten für ihren Mathematikunterricht erachten und welches sich am besten in ihre Unterrichtsplanung und -struktur integrieren lässt.

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