Zur Seitenansicht
 

Titelaufnahme

Titel
Selbstoptimierung : Ursachen und soziale Risiken eines modernen "Trends" / eingereicht von Julia Gnedt, BSc.
AutorInnenGnedt, Julia
Beurteiler / BeurteilerinStelzer-Orthofer, Christine
Betreuer / BetreuerinStelzer-Orthofer, Christine
ErschienenLinz, 2018
UmfangII, 107 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Masterarbeit, 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Selbstoptimierung / Selbstvermessung / Gouvernementalität / Neoliberalismus
Schlagwörter (EN)self-optimization / quantified self / governmentality / neoliberalism
Schlagwörter (GND)Sozialpolitik / Selbstoptimierung / Moral / Wert
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-24591 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist gemäß den "Hinweisen für BenützerInnen" verfügbar
Dateien
Selbstoptimierung [1.12 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Selbstoptimierung liegt im Trend. Obwohl ein zunehmendes Körper- und Gesundheitsbewusstsein subjektiv wie gesamtgesellschaftlich durchaus positiv zu sehen ist, herrscht in der sozialwissenschaftlichen Fachliteratur große Einigkeit darüber, dass Selbstoptimierung weder ein naturwüchsiges Phänomen noch alleiniger Ausdruck von ureigener Selbstverwirklichung ist. Vielmehr spiegelt sich im aktuellen körperlichen Verbesserungsstreben ein Machtverhältnis wider. Selbstoptimierung ist demnach das Ergebnis einer bewussten Lenkung. Die Aufforderung zur Selbstoptimierung schreibt sich dabei zusehends in die moralischen Wertvorstellungen der Menschen ein. Im Rahmen dieser Masterarbeit wird das Thema der Selbstoptimierung kritisch analysiert, indem untersucht wird, wie sich das moderne Verbesserungsstreben gesellschaftlich internalisieren konnte. Darüber hinaus wird die Frage aufgeworfen, welche Risiken sich aus dieser Internalisierung für den Einzelnen aber auch für das soziale Gefüge ergeben können. Indem Selbstoptimierung zunehmend zur moralischen Pflicht wird, bedroht das moderne Credo zur Selbstoptimierung nicht nur die Freiheit (und mitunter auch die Gesundheit) des Einzelnen, sondern kann auch das solidarische Selbstverständnis von Gesellschaften nachhaltig verändern.

Zusammenfassung (Englisch)

Self-optimization has become a trend. However, although an increasing body and health awareness can be seen positively both subjectively and socially, there is great agreement in the social science literature that self-optimization is neither a natural phenomenon nor the sole expression of self-fulfillment. Rather, self-optimization is considered to be the result of power structures and conscious regulatory. The call for self-optimization is becoming more and more part of the peoples thinking and their moral values. In this master thesis, the issue of self-optimization is critically analyzed by examining how the modern drive for physical improvement has internalized in society. Furthermore, the thesis intends to point out the risks that can arise from this internalization for the individual as well as for the social fabric. As self-optimization becomes increasingly a moral duty, the modern credo of self-improvement not only threatens the individual's freedom (and sometimes even health), but can also change the solidary self-conception of societies.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 18 mal heruntergeladen.