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Titelaufnahme

Titel
Der Grundsatz "Therapie statt Strafverfolgung" im Suchtmittelrecht (§§ 39 f SMG) / eingereicht von Derya Arabaci
AutorInnenArabaci, Derya
Beurteiler / BeurteilerinBirklbauer, Alois
Betreuer / BetreuerinBirklbauer, Alois
ErschienenLinz, 2018
Umfang41 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Therapie statt Strafvollzug / Therapie statt Strafverfolgung / Therapie statt Strafe / § 39 SMG / § 40 SMG / §§ 39, 40 SMG / Aufschub des Strafvollzugs / nachträgliche bedingte Strafnachsicht und Absehen vom Widerruf / bedingte Strafnachsicht
Schlagwörter (GND)Österreich / Betäubungsmittelrecht / Strafverfolgung / Strafvollzug / Alternative / Therapie
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-24628 Persistent Identifier (URN)
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Der Grundsatz "Therapie statt Strafverfolgung" im Suchtmittelrecht (§§ 39 f SMG) [0.76 mb]
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Zusammenfassung

Der Aufschub des Strafvollzugs gem § 39 SMG kommt dem an Suchtmittel gewöhnten Rechtsbrecher zugute, der aufgrund seiner Gewöhnung ein Suchtmitteldelikt oder eine Straftat begeht, die im Zusammenhang mit der Beschaffung von Suchtmitteln steht. Nach den Bestimmungen des § 39 SMG soll dem verurteilten Suchtmitteldelinquenten eine Behandlung zugunsten eines Strafaufschubs ermöglicht werden, „um neuerlichen Suchtmittelmissbrauch und weitere Delinquenz zu verhindern.“ Mit dem Grundsatz „Therapie statt Strafvollzug“ wird eine Möglichkeit geschaffen, den Vollzug einer Geldstrafe bzw. drei Jahre nicht übersteigenden Freiheitsstrafe für eine Dauer von maximal zwei Jahren aufzuschieben, sofern sich der an Suchtmittel gewöhnte Verurteilte freiwillig einer Therapie unterzieht. Hat der suchtmittelabhängige Verurteilte die Therapie erfolgreich absolviert, so wird seine Resozialisierungsfähigkeit und -bereitschaft honoriert, indem gem § 40 SMG die ursprünglich über ihn verhängte Geld- oder Freiheitstrafe für höchstens drei Jahre nachträglich bedingt nachgesehen wird. Die Umwandlung der unbedingten Geld- oder Freiheitsstrafe in eine bedingte Probezeit soll bewirken, dass der erfolgreich Therapierte seine Suchtmittelabstinenz auch in Zukunft „hält“. Der Grundsatz „Therapie statt Strafvollzug“ gibt dem Verurteilten mit der Möglichkeit der Absolvierung einer gesundheitsbezogenen Maßnahme die letzte Chance, der über ihn verhängten Geld- oder Freiheitsstrafe zu entgehen. Der Gesetzgeber hingegen verspricht sich von der Aneinanderreihung zweier Probezeiten und der daraus resultierenden Kontrollmöglichkeit des Verurteilten über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren eine nachhaltige Einflussnahme und damit die Verhinderung hinkünftiger Delinquenzen.

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