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Titelaufnahme

Titel
Die Haftung autonomer Agenten und der ePerson / eingereicht von Dipl.-Ing. Erwin Poganitsch, MBA
AutorInnenPoganitsch, Erwin
Betreuer / BetreuerinWagner, Erika
ErschienenLinz, 2019
Umfang56 Blätter
HochschulschriftUniversität Linz, Masterarbeit, 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)autonome Agenten / ePerson / Haftung
Schlagwörter (EN)autonomous agents / ePerson / liability
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-26831 Persistent Identifier (URN)
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Die Haftung autonomer Agenten und der ePerson [0.6 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Technologischer Fortschritt im Bereich künstlicher Intelligenz und autonomer Agenten stellt den Gesetzgeber vor die Herausforderung, Rechtsnormen den geschaffenen Realitäten anzupassen. Bei der Verwendung autonomer Agenten als Werkzeuge bestehen de lege lata Rechtslücken in zivilrechtlichen Haftungsfragen für die einsetzenden Rechtssubjekte. Diese Masterthesis erläutert Gründe für die zunehmende praktische Unbeherrschbarkeit intelligenter (Software-)Agenten durch ihre Autonomie und durch ihre zunehmenden technischen Fähigkeiten. Es werden Möglichkeiten diskutiert, wie die dadurch entstehenden vertraglichen und außervertraglichen Rechtslücken de lege lata teilweise geschlossen werden können. Es wird auch aufgezeigt, dass diese Insellösungen keine umfassend zufriedenstellende Rechtssituation schaffen. Die verbleibende Unsicherheit stellt die Gesellschaft vor mehrere Herausforderungen. Diesen Umstand hat auch das Europäische Parlament erkannt. Die Erwägungen des Europäischen Parlaments und seine Empfehlungen der langfristigen Anerkennung einer elektronischen Person, eines Registrierungssystems und verbindlicher Haftungssummen werden erörtert. Die zivilrechtliche Haftung eines neuen Rechtssubjekts „ePerson“ als Hybrid von Agentschafter und klassifizierten, autonomen Agenten wird diskutiert. Es kann gezeigt werden, dass ein solches Rechtssubjekt in Anlehnung an die Prinzipien einer juristischen Person durchaus geeignet ist, die erkannten zivilrechtlichen Haftungslücken de lege ferenda zu schließen.

Zusammenfassung (Englisch)

Technological progress in the field of artificial intelligence and autonomous agents confront legislators with the challenge of adapting legal norms to the created realities. When autonomous agents are used as tools legal loopholes in civil liability occur de lege lata for the utilizing legal entities. This master thesis explains reasons for the increasing loss of practical control over intelligent (software) agents due to their autonomy and their progressing technical capabilities. It discusses ways in which the resulting contractual and non-contractual legal loopholes can be partially closed. It is also shown that these isolated solutions are not creating a comprehensively satisfactory legal situation. The remaining uncertainty poses several challenges for society. The European Parliament has also recognized this fact. The considerations of the European Parliament and its recommendations on the long-term recognition of an electronic person, a registration system and binding liability sums are discussed. The civil liability of a new legal entity "ePerson" is discussed as a hybrid of a principal and classified, autonomous agents. It can be shown that, based on the principles of a legal person, such a legal entity is suitable to close the identified civil liability gaps de lege ferenda.

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