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Titelaufnahme

Titel
Appropriation, protection and use of technical knowledge in collaborative innovation / eingereicht von: Katarina Casals Ide
VerfasserCasals Ide, Katarina
Begutachter / BegutachterinKarollus, Martin ; Leidenmühler, Franz
Erschienen2015
UmfangXI, 262 Bl.
HochschulschriftLinz, Univ., Diss., 2015
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)gemeinschaftliche Innovation / gewerblicher Rechtsschutz / Know-How / Patente
Schlagwörter (EN)collaborative innovation / intellectual property rights / know-how / patents
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Innovation / Rechtsschutz / Patentrecht
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-4056 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Appropriation, protection and use of technical knowledge in collaborative innovation [1.24 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Englisch)

Collaborating in innovation brings about a lot of advantages for companies. They may share the risk of innovating with other business players and have the chance to source in know-how that they otherwise would have to build up themselves. Collaborating in innovation, however, brings about considerable risks, too, if the necessary legal arrangements and precautionary measures are not made, or not made and taken properly, namely the loss of knowledge. Collaborating in innovation means exchanging existing valuable knowledge for the purpose of creating even more valuable, new knowledge. At the same time it means that existing knowledge is consciously put at danger to be misused by the collaborating partner(s) and, in the worst case, get lost even towards third parties. Collaborating in innovation, hence, is a question of knowledge appropriation, namely controlling the use of knowledge by the others, while at the same using and exploiting such knowledge for one's own pur-poses. Furthermore, it is a process peppered with insecurities, including the partners' behavior, the progress of the desired innovation, and the results. The statutory legal means that have been established by the legislator are characterized by three short-comings with regard to collaborative innovation: they, to a great extent, differ from state to state, their effect is limited to a certain territory only, and they are incomplete with a view to the particularities of collaborative innovation. Apart from the intellectual property rights more protection tools, such as contracting or secrecy, labor legislation or human-resources management exist. Effective and reasonable protection of knowledge and innovation in collaboration models will not be reached by referring to one single means of protection, but rather require the use of various complementary tools, such as, for example the combination of patent laws and private law contracts when it comes to the distribution and alloca-tion of shares, property and rights in a joint invention.

Zusammenfassung (Deutsch)

Gemeinschaftliche Innovationsprojekte bringen einerseits viele Vorteile für Unternehmen mit sich. Die Unternehmen können das Innovationsrisiko mit anderen Marktteilnehmern teilen und haben die Möglichkeit, sich Know-How "ins Haus" zu holen, welches sie ansonsten selbst aufbauen müssten. Gemeinschaflichte Innovationsprojekte sind andererseits aber auch von beachtlichen Risiken begleitet, wenn die notwendigen rechtlichen Regelungen und Vorkehrungen nicht, oder nicht richtig, getroffen werden, nämlich Wissensverlust. Gemeinschaflichte Innovation bedeutet, bestehendes wertvolles Wissen zum Zwecke der Schaffung von neuem, noch wertvollerem Wissen zu teilen und zu tauschen.

Gleichzeitig bedeutet es, dass das bestehende Wissen bewusst der Gefahr ausgesetzt wird, von den Innovationspartnern missbräuchlich verwendet zu werden, oder aber, im schlimmsten Fall, auch gegenüber Dritten verloren zu gehen. Gemeinschaftliche Innovation ist daher hauptsächlich vor dem Hintergrund des Erwerbes von Eigentum an Wissen, also der Kontrolle über die Verwendung dieses Wissens durch Dritte, und der gleichzeitigen eigenen Nutzung und Verwertung für die eigenen Zwecke, zu sehen. Darüber hinaus sind gemeinschaftliche Innovationsprojekte als Prozesse, welche von Unsicherheiten, wie zum Beispiel dem Verhalten der Kooperationspartner, dem Fortschritt im Hin-blick auf die gewünschte Innovation, und dem Endresultat, begleitet sind, zu verstehen. Das gesetzliche, zur Verfügung stehende Rechtsinstrumentarium ist im Hinblick auf gemeinschaftliche Innovation insbesondere durch drei Versäumnisse gekennzeichnet: die Gesetze unterscheiden sich zum einem großen Teil von Staat zu Staat, ihre Wirkung ist territorial begrenzt, und sie sind unvollständig bezüglich der Besonderheiten gemeinschaftlicher Innovationsprojekte. Zusätzlich zu den Vorschriften im Rahmen des Gewerblichen Rechtsschutzes bestehen andere Schutzinstrumente, wie zum Beispiel vertragliche Regelungen oder Geheimhaltung, Arbeitsgesetze oder Personalmanagement. Ein sinnvoller und umfassender Schutz von Wissen in gemeinschaftlichen Innovationsprojekten kann nicht durch die Anwendung nur eines einzelnen Schutzinstrumentes erreicht werden, sondern bedarf der Kombination verschiedener, ergänzender Mechanismen, wie zum Beispiel der Kombination von Patentgesetzen und Verträgen, zum Beispiel wenn es darum geht, die Anteile, das Eigentum und die Rechte an gemeinschaftlichen Erfindungen festzulegen.