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Titelaufnahme

Titel
Völlig legal!? Rechtliche Rahmung und Legalitätsnarrative in der 24h-Betreuung in Deutschland, Österreich und der Schweiz
AutorInnenPrieler, Veronika ; Steiner, Jennifer ; Leiblfinger, Michael ; Benazha, Aranka
Erschienen in
Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 2019, Jg. 44, H. 1, S. 1-19
ErschienenSpringer Fachmedien Wiesbaden, 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypAufsatz in einer Zeitschrift
Schlagwörter (DE)Carearbeit / 24h-Betreuung / Migration / Legalität / Regulierung
Schlagwörter (EN)Care work / 24-hour care / Migration / Legality / Regulation
ISSN1862-2585
URNurn:nbn:at:at-ubl:3-1892 Persistent Identifier (URN)
DOI10.1007/s11614-019-00337-4 
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Völlig legal!? Rechtliche Rahmung und Legalitätsnarrative in der 24h-Betreuung in Deutschland, Österreich und der Schweiz [0.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist in der letzten Dekade ein transnationaler Markt entstanden, auf dem eine wachsende Zahl von Unternehmen mittel- und osteuropäische Carearbeiter_innen für die Rund-um-die-Uhr-Betreuung betagter Menschen rekrutiert. Das aktuelle Modell der sogenannten 24h-Betreuung ist allerdings umstritten. Agenturen sehen sich mit dem Vorwurf unlauterer und ausbeuterischer Geschäftspraktiken konfrontiert, die gesetzliche (Nicht)Regulierung ist Gegenstand medialer und politischer Debatten. Basierend auf Regime- und Webseitenanalysen untersucht dieser Beitrag in ländervergleichender und -übergreifender Perspektive, wie Vermittlungsagenturen auf ihren Webseiten das eigene Angebot legitimatorisch absichern. Dazu analysieren wir die Legalitätsnarrative und setzen sie mit den länderspezifischen Regulativen in Beziehung. Wir zeigen auf, wie die Bezugnahme auf Legalität prekäre Arbeitsbedingungen und ungleiche Machtverhältnisse entnennt und Prekarität als Problem einzelner unseriöser Agenturen (de)thematisiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the last decade, Germany, Austria, and Switzerland have witnessed the formation of transnational markets with a growing number of agencies brokering care workers from Central and Eastern European countries for around-the-clock elderly care. However, the current model of 24-hour care remains contested. Agencies are accused of acting in dishonest and exploitative ways; the sectors (non-)regulation has been the subject of public debates. Our paper uses regime and website analyses to examine how placement agencies legitimize their services. Adopting both transnational and comparative perspectives, we analyze the agencies legality narratives and link them to the existing regulations. We argue that the notion of legality obscures precarious working conditions and power structures and downplays this precarity by making it the problem of a few dishonest agencies.

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