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Titelaufnahme

Titel
Maßnahmen zur Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit in der Medizin im Lichte des Gleichheitssatzes / eingereicht von Hiltraud Körbler
AutorInnenKörbler, Hiltraud
Betreuer / BetreuerinUlrich, Silvia
ErschienenLinz, 2019
Umfang59 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftUniversität Linz, Diplomarbeit, 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubl:1-26751 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist gemäß den "Hinweisen für BenützerInnen" verfügbar
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Maßnahmen zur Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit in der Medizin im Lichte des Gleichheitssatzes [1.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wird die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern in Österreich im bisherigem Tempo fortgesetzt, so wird es etwa 170 Jahre dauern bis die faktische Gleichstellung erreicht ist, Österreich belegt im internationalen Ranking Platz 57 von 144 Staaten. Ursache für das schlechte Abschneiden sind der Einkommensunterschied, der niedrige Frauenanteil in Fachberufen, Technik und in der Politik. Im Bereich der akademischen Ausbildung liegt der Frauenanteil mit 19% über jenem der Männer mit 16%. Das Studium der Medizin war seit jeher eine männliche Domäne. Seit dem Studienjahr 2006 ist für die Zulassung zum Studium der Medizin ein Eignungstest (EMS) zu absolvieren. Dabei zeigt sich, dass der Anteil der Testteilnehmerinnen im Verhältnis zu jenen, die tatsächlich zugelassen wurden niedriger ist, und seit der Einführung eine anhaltende Diskrepanz aufweist. Die Medizin Universität Wien hat daher im Jahr 2012 eine nach Geschlechtern getrennte Testauswertung vorgenommen, um diese Benachteiligung der Frauen auszugleichen. Obwohl mittlerweile gleich viele Frauen wie Männer das Medizinstudium abschließen , betrug der Anteil an Frauenärztinnen mit Kassenvertrag im Sonderfach Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Jahr 2014 österreichweit nur 23%, in Kärnten gab es keine einzige Gynäkologin mit Kassenvertrag . Der Gesetzgeber erkannte den Wunsch der Patientinnen nach einer Versorgung mit weiblichen Kassenärztinnen und erließ in der Reihungskriterien-V eine entsprechende Bestimmung, wobei mittels eines Punktezuschlages von 10% für das weibliche Geschlecht der Anteil an Ärztinnen ausschließlich im Fach Frauenheilkunde und Geburtshilfe erhöht werden sollte. Sowohl die Bestimmung zur geschlechtergetrennten Testauswertung des EMS als auch die Bestimmung zur zusätzlichen Punktevergabe für das weibliche Geschlecht wurden vom VfGH einem Normprüfungsverfahren unterzogen.

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